Was ist Schlafapnoe?

Bei Schlafapnoe treten immer wieder kurze Atemstillstände auf, während der Betroffene schläft. Der Grund dafür ist, dass die Atemwege verengt sind. Dadurch wird die Atmung nicht nur deutlich erschwert, sondern setzt vollständig aus. Mit steigendem Alter sind mehr und mehr Menschen von Schlafapnoe betroffen. Insbesondere Männer. Allerdings kann sie in jedem Alter auftreten und beide Geschlechter gleichermaßen beeinträchtigen.

Schlafapnoe

Beeinträchtigt Schlafapnoe die Lebensqualität?

Schlafapnoe beeinträchtigt eindeutig die Lebensqualität. Das liegt an den Auswirkungen der Schlafapnoe auf den Betroffenen. Während des Schlafs entspannt sich die Halsmuskulatur. Dadurch werden die Atemwege blockiert. Dadurch beginnt der Betroffene zu Schnarchen. Wichtiger ist jedoch, dass die Sauerstoffsättigung im Blut sinkt. Das Gehirn reagiert sofort darauf und lässt den Schlafenden für einen kurzen Moment aufwachen. Meist, ohne dass es der Schlafende überhaupt merkt. Dieser Zustand wiederholt sich mehrmals die Nacht und kann in einem Bereich von über 30 Unterbrechungen pro Stunde steigen. Aufsummiert über die gesamte Nacht bleibt keine Zeit für einen erholsamen Schlaf.

Je öfter der Schlaf auf diese Art unterbrochen wird, desto erschöpfter ist der Betroffene. Egal, wie lange er geschlafen hat. Diese permanente Erschöpfung sorgt außerdem dafür, dass die “neurologischen Kosten” für diesen Missstand getragen werden müssen. Gereiztheit, emotionale Überempfindlichkeit, stressbedingter Haarausfall oder eine Reaktion des Immunsystems. Dabei handelt es sich nur um einige der Folgeerscheinungen von Schlafapnoe, die einen negativen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Eine anhaltende Gereiztheit stellt ebenfalls die Partnerschaft auf die Probe, genauso wie ein lautes Schnarchen.

Kann etwas gegen die Schlafapnoe unternommen werden?

Tatsächlich gibt es Möglichkeiten, der Schlafapnoe entgegenzuwirken. Zum einen sorgt ein gesundes Gewicht dafür, dass die Atemwege in der Rückenlage nicht zu sehr belastet werden. Zum anderen trägt eine regelmäßige sportliche Betätigung dazu bei, den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen. Vor dem Schlafengehen ist es außerdem sinnvoll, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten. Allerdings gibt es viele Fälle, in denen diese Punkte nicht ausreichen.

Auf dem Markt gibt es inzwischen eine Vielzahl an oralen Hilfen, die während des Schlafes eingesetzt werden können. Sie dienen dazu, die Atemwege während des Schlafs freizuhalten. Beispielsweise gibt es Einsätze für die Nase oder Bissschienen, die verhindern, dass die Entspannung der Muskulatur zu einem Problem führt.

In schweren Fällen muss jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da Schlafapnoe zu starken gesundheitlichen Problemen führen kann. Aus medizinischer Sicht ist die CPAP Therapie eine gute Möglichkeit, um einer Blockierung der Atemwege entgegenzuwirken. Bei dieser Therapie erhält der Betroffene Sauerstoff. Dieser wird während des Schlafs durch medizinische Geräte zugeführt, sodass es zu einem konstanten Strom an Sauerstoff kommt. Dadurch ist es dem Betroffenen möglich, in Ruhe zu schlafen. Bei einem Verdacht auf Schlafapnoe ist es deshalb empfehlenswert, sich einem medizinischen Check zu unterziehen. Denn die verbesserte Sauerstoffzufuhr während des Schlafes minimiert das Risiko einer Herzerkrankung oder der Erkrankung an Typ 2 Diabetes. Außerdem werden dadurch eine bessere Konzentration und höhere Aufmerksamkeit während des Tages erzielt, bei einer gleichzeitig erhöhten emotionalen Stabilität.

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